Preisrätselgewinnauslobung V

Amtlicher Leitsatz: Ein in einer Zeitschrift abgedruckter Beitrag, der mit �Preisrätsel� überschrieben ist und sowohl redaktionelle als auch werbliche Elemente enthält, verstößt gegen das Verschleierungsverbot des § 4 Nr. 3 UWG, wenn der werbliche Charakter der Veröffentlichung für einen durchschnittlich informierten und situationsadäquat aufmerksamen Leser nicht bereits auf den ersten Blick, sondern erst nach einer analysierenden Lektüre des Beitrags erkennbar wird.

Bundesgerichtshof

Urteil vom 31.10.2012

Az.: I ZR 205/11

Der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 31. Oktober 2012 durch den Vorsitzenden Richter � und die Richter � und ... für Recht erkannt: Auf die Revision der Klägerin wird das Urteil des 4. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Karlsruhe vom 20. Oktober 2011 aufgehoben. Die Berufung der Beklagten gegen das Urteil der 2. Kammer für Handelssachen des Landgerichts Freiburg vom 18. August 2010 wird zurückgewiesen. Von den Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens und des Berufungsverfahrens tragen die Klägerin 5/6 und die Beklagte 1/6. Die Kosten der Revision trägt die Beklagte. Von Rechts wegen Tatbestand: Die Beklagte ist Verlegerin der monatlich erscheinenden Zeitschrift �G. M. �. In der Ausgabe 12/2009 befand sich auf Seite 19 unter der Rubrik �Preisrätsel� ein Gewinnspiel, bei dem die Teilnehmer nach richtiger Beantwortung der Preisfrage eines von drei ausgelobten Epiliergeräten der Marke Braun im Wert von 150 � gewinnen konnten. Unterhalb der Überschrift �Gewinnen Sie ein Epiliergerät von Braun� war folgender Text abgedruckt: Der Winter setzt unserer Haut mächtig zu: Trockene Heizungsluft drinnen, klirrende Kälte draußen und der Wechsel zwischen beiden lässt die Haut leiden. Bei frostigen Temperaturen ist das körpereigene Kreatin weniger flexibel, mit der Folge, dass die Haut schnell spannt ...Zum vollständigen Artikel


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