Praxisnetze: Wann sind Praxisnetze förderungswürdig?

von Dr. Lars Lindenau, Rödl & Partner. Nürnberg Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat eine Rahmenvorgabe für die Anerkennung von Praxisnetzen auf den Weg gebracht. Sie ist Grundlage für die gezielte Förderung dieser Kooperationsform durch die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen). In der ambulanten Versorgung der Zukunft sollen Praxisnetze nach dem Willen des Gesetzgebers – zuletzt erkennbar aus dem Versorgungsstrukturgesetz – eine noch wichtigere Rolle spielen als bisher. Die KVen sollen diese Form der Kooperation in besonderem Maße fördern können. Fraglich war bislang, nach welchen Kriterien ein Praxisnetz förderungswürdig ist. Die KBV hat eine Rahmenvorgabe für die Anerkennung von Praxisnetzen erarbeitet, die am 1.5.13 in Kraft getreten ist und Grundlage für die Förderung durch die KV ist. 1. Strukturvorgaben Ein Praxisnetz wird demnach als besonders förderungswürdig angesehen, wenn es die folgenden acht Strukturvorgaben erfüllt. Acht Strukturvorgaben für Praxisnetze Es sollte mindestens zwanzig und höchstens hundert Praxen umfassen, wobei es hierbei Ausnahmen geben kann, z. B. bei einer geringen Bevölkerungsdichte in einer Region. Ein Praxisnetz kann dann auch aus weniger Praxen bestehen. Im Praxisnetz müssen mindestens drei Fachgruppen vertreten sein, wobei die Hausärzte nicht fehlen dürfen. Es muss ein zusammenhängendes Gebiet wohnortnah versorgt werden. Die Rechtsform muss eine Personengesellschaft, eine eingetragene Genossenschaft, ein eingetragener Verein oder eine GmbH sein. Das die Kriterien 1 bis 4 erfüllende Praxisnetz muss seit mindestens drei Jahren bestehen. Das Praxisnetz muss eine verbindliche Kooperationsvereinbarung mit mindestens einem nichtärztlichen Akteur haben, zum Beispiel einer Physiotherapie oder Krankenpflege ...Zum vollständigen Artikel

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