Güller Gone – ein Bauernopfer für SPD-Forderung zu CSU-Rücktritten?

Seit Beginn der Verwandtenaffäre hat die SPD gern und oft ausgeteilt.

Mit Rücktrittsforderungen.

Solchen an die CSU. Zu den Vorfällen und Fällen in den eigenen Reihen wird sich hingegen in Schweigen gehüllt oder betont, es sei nicht zu vergleichen. Auch nach den Fällen, die durchaus vergleichbar sind.

Nun ist – keineswegs flott, sondern erst nach immer drängenderem Druck auch durch die strafrechtlichen Ermittlungen, die im Raum stehen, Güller endlich zurückgetreten. Gerade noch rechtzeitig, um Rinderspacher keine allzulange Redepause aufzuzwingen, bei der Fortsetzung der Rücktrittsforderungen an die CSU – diesen Eindrucks kann man sich kaum erwehren.

Währenddessen erklärt der SPD Kandidat Ude “Ich bin stolz, dass Verena Bentele zu meinem Team gehört.” und verweist auf den dazu erschienenen Artikel im Stern.

Leistung und Person der blinden Verena Bentele seien hier per se unangefochten, ihre Leistung geniesst auch meinen Respekt.

Umso mehr verdient sie mehr, als eine Instrumentalisierung für Wahlkampftaktik unter allzu durchsichtigen Motiven. Dazu aber später.

Der von Ude in seiner Werbespielfläche bei FB ins Licht gerückte Artikel im Stern ist nämlich sehr bemerkenswert, weil man darin liest, wie Verena Bentele ihre Rolle in diesem Team versteht: Das gute Gewissen der SPD will sie sein. Sagt sie.

Nun könnte man das durchaus mehrdeutig verstehen, mindestens zwei-deutig.

Erstens als das gute, weil eigentlich schlechte und daher mahnende Gewissen, das sich meldet und melden sollte, wo es um Themen wie zB die Verwandtenaffäre geht und den Umgang der SPD mit Fällen in eigenen Reihen und nicht nur in denen der politischen Gegner. Dazu aber sagt sie nichts. Und dazu sagt auch Ude nichts, wenn man ihn darauf anspricht. Und – klipp und klar – auf seinen Stolz auf Frau Bentele als Mitglied in seinem Team anspricht ...

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