Das Ende einer Ballonfahrt

Ein Ballonführer verstößt gegen Aufsichts- und Aufklärungspflichten, wenn er unerfahrene Helfer ohne weitere, genauere Instruktionen für das Versetzen eines Ballons einsetzt und für keine Koordinierung der Helfer sorgt.

Mit dieser Begründung hat das Oberlandesgericht Oldenburg in dem hier vorliegenden Fall einen Ballonführer aus der Grafschaft Bentheim dazu verurteilt, für den Schaden einzustehen, den ein Helfer beim Ballonumsetzen erlitten hat. Gleichzeitig ist damit das Urteil des Landgerichts Osnabrück bestätigt worden. Der Geschädigte hatte zusammen mit zwei anderen Männern an einer Ballonfahrt teilgenommen. Nach der Landung auf einem Maisfeld in der Nähe von Meppen bat der Ballonführer seine drei Fahrgäste, den noch schwebenden Ballon an den am Ballonkorb angebrachten Halteschlaufen auf eine nahegelegene Wiese zu ziehen. Dort sollte der Ballon abgetakelt werden. Als die Helfer überrascht feststellten, dass sich zwischen dem Maisfeld und der Wiese ein Graben befand, ließen zwei von ihnen den Ballon los. Der dritte hielt weiter fest und stieg mit dem Ballon, der durch das Loslassen der beiden anderen Auftrieb bekam, in die Höhe. Er glaubte, der Ballonführer werde den Ballon wieder absenken. Dem Ballonführer war dagegen zunächst nicht bewusst, dass noch einer der Helfer am Ballon hing. Er befeuerte den Ballon, um durch weiteren Aufstieg eine drohende Kollision mit einem Baum zu vermeiden ...

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