Kirchenaustritt kann teuer werden

In Zeiten von Missbrauchsskandalen und einer gesellschaftlichen Abkehr von christlichen Glaubensvorstellungen fällt es den Kirchen zusehends schwerer, ihre Mitglieder an sich zu binden. Ganz anderes gilt für die Beschäftigten von kirchlich getragenen Betrieben. Denn diese müssen einen Kirchenaustritt unter Umständen mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes bezahlen.

So beurteilte das Bundesarbeitsgericht kürzlich die Kündigung eines Sozialpädagogen durch eine von einem katholischen Caritasverband getragene Kindertagesstätte als gerechtfertigt, weil dieser zuvor aus der katholischen Kirche ausgetreten war (BAG-Urteil vom 25. April 2013 – 2 AZR 579/12 ). Damit bestätigt das oberste Arbeitsgericht seine Rechtsprechung, nach der die Glaubens- und Gewissensfreiheit des Arbeitnehmers vom Selbstbestimmungsrecht der Kirche verdrängt werden kann.

Dieses Selbstbestimmungsrecht wird den Religionsgesellschaften vom Grundgesetz garantiert und kommt auch den karitativen Einrichtungen der anerkannten Kirchen zu ...

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