Bundesarbeitsgericht (BAG): Keine starre Haftungsobergrenze von drei Bruttomonatsverdiensten bei grober Fahrlässigkeit

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat mit Urteil vom 15.11.2012, Az: 8 AZR 705/11 eine Entscheidung des Landesarbeitsgerichts (LAG) München aufgehoben, in der das LAG die Haftung eines Arbeitnehmers, der bei einer Trunkenheitsfahrt grob fahrlässig einen Lastwagen seines Arbeitgebers beschädigt hatte, wegen des Missverhältnisses zwischen dem Gehalt des Arbeitnehmers und dem Wert des teuren Betriebsmittels Lastwagen auf drei Bruttomonatsgehälter gedeckelt hatte (siehe hierzu den Blogbeitrag „Begrenzung der Schadensersatzpflicht des Arbeitnehmers gegenüber dem Arbeitgeber auf drei Bruttomonatsgehälter bei grober Fahrlässigkeit“).

Bei Schäden, die von einem Arbeitnehmer gegenüber seinem Arbeitgeber verursacht werden, gilt folgende Regel: Vorsätzlich verursachte Schäden muss der Arbeitnehmer vollständig alleine tragen. In Fällen leichtester Fahrlässigkeit muss der Arbeitnehmer gar nichts zahlen. In Fällen der normalen Fahrlässigkeit findet eine Schadensteilung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber statt ...

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