"Free to play" illegal?

Bereits vor einigen Wochen hat das britische "Office of Fair Trading" (OFT) ein Verfahren eingeleitet, in dem es "free to play"-Spiele unter die Lupe nimmt. Die gegenwärtige Praxis sei möglicherweise wettbewerbswidrig. Die Spiele würden als kostenlos angepriesen, dabei sei es nicht auszuschließen, dass auf die Spieler ein unangemessener Druck ausgeübt werde. Insbesondere würden möglicherweise Kinder nicht ausreichend geschützt. Dies könne gegen die Consumer Protection from Unfair Trading Regulations aus 2008 verstoßen, die wiederum europarechtliche Vorgaben umsetzt.

In Deutschland wären die entsprechenden Rechtsfragen im UWG geregelt. Auch danach sind irreführende geschäftliche Handlungen verboten (§ 5 UWG) und Minderjährige werden besonders geschützt (§ 4 Nr. 2 UWG). Da es durchaus nahe liegt, dass deutsche Verbraucherzentralen sich von dem Vorgehen des OFT orientieren, sind die Anbieter von Free-to-Play-Spielen gut beraten, sich hier frühzeitig anzusichern. Ob die Werbung mit "kostenlos" wirklich gegen § 4 Nr. 2 UWG oder gegen § 5 UWG verstößt, ist zwar alles andere als sicher, aber eine allzu aggressive Werbung ist sicherlich nicht angezeigt ...

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