Flüchtlinge aus Afghanistan

Für die nach § 60 Abs. 7 Satz 2 Auf­en­thG er­for­der­li­che Ge­fah­ren­pro­gno­se ist bei einem nicht lan­des­wei­ten be­waff­ne­ten Kon­flikt auf den tat­säch­li­chen Ziel­ort des Aus­län­ders bei einer Rück­kehr ab­zu­stel­len. Dies ist re­gel­mä­ßig die Her­kunfts­re­gi­on des Aus­län­ders. Kommt die Her­kunfts­re­gi­on als Ziel­ort wegen der dem Klä­ger dort dro­hen­den Ge­fahr nicht in Be­tracht, kann er nur unter den Vor­aus­set­zun­gen des Art. 8 der Richt­li­nie 2004/83/EG auf eine an­de­re Re­gi­on des Lan­des ver­wie­sen wer­den.

Für die Be­ur­tei­lung, ob au­ßer­or­dent­li­che Um­stän­de vor­lie­gen, die nicht in die un­mit­tel­ba­re Ver­ant­wor­tung des Ab­schie­bungs­ziel­staa­tes fal­len und die dem ab­schie­ben­den Staat nach Art. 3 EMRK eine Ab­schie­bung des Aus­län­ders ver­bie­ten, ist grund­sätz­lich auf den ge­sam­ten Ab­schie­bungs­ziel­staat ab­zu­stel­len und zu­nächst zu prü­fen, ob sol­che Um­stän­de an dem Ort vor­lie­gen, an dem die Ab­schie­bung endet ...

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