Die machen das doch anders!

Rick Weiler, ein bekannter kanadischer Mediator berichtet hier auf dem Kluwer Mediation Blog über eine Mediation, bei der es um Schadensersatzansprüche aus unerlaubter Handlung gegen zwei Versicherungen ging. Das würden zumindest die deutschsprachigen Mediatoren kaum als Mediation bezeichnen. Der Ablauf ist ganz anders als wir Mediation strukturieren und das ganze ähnelt eher einem Feilschen auf einem orientalischen Basar als einer Mediation.

In dem geschilderten Fall begann die Mediation um 10 Uhr am Morgen mit den opening statements der Parteien, in denen sie ihren Standpunkt darlegen. Dann werden die Parteien getrennt und der Mediator pendelt zwischen den Parteien hin und her. In dem geschilderten Fall fordert der Anspruchsteller zunächst von den Versicherungen einen Betrag von 673.713 $ zzgl. Zinsen und Kosten, nachdem er zuvor dargelegt hatte, das sein Schaden eigentlich mehr als 1 Mio. $ beträgt. Das Gegenangebot der Versicherungen belief sich dann auf gerade einmal 20.000 $ incl. Zinsen und Kosten. Das geht dann hin und her, wobei der Mediator mehr oder weniger, wie er selbst einräumt, lediglich der Überbringer neuer Zahlen ist. Abends gegen 18 ...

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