Business in Russia hautnah – Folge 2: Moskau liebt Sushi

Zwischen Kreml und dem Roten Platz, zwischen Lenin-Mausoleum und Puschkin-Museum gibt es mehr Sushi-Restaurants als Dönerbuden in Berlin. Zumindest ist das der Eindruck, dem der Moskaubesucher schnell verfallen kann. Überall laufen einem Maki und Nigiri-Röllchen hinterher. Moskau liebt Sushi.

Warum ist das so? Nun, es liegt nicht nur am Geschmack, so die erste spontane Vermutung. Es ist vor allem die Aura, die an diesem aus Reis und rohem Fisch gekneteten kulinarischen Statussymbol im wahrsten Sinne des Wortes klebt. Jung, dynamisch und sexy. Vor allem aber westlich und erfolgreich sind die Attribute, die mit den japanischen Röllchen immer wieder in Verbindung gebracht werden und mit denen sich vor allem die Hipster aus Moskau schmücken wollen.

Sushi sind aber nicht die einzigen Statussymbole, die Russen und Moskauer liebend gern ausführen. Da gibt es noch einige mehr, die dem allseits um Objektivität bemühten Besucher ins Auge springen. Autos sind nicht ganz unwichtig. Groß, schnell und schwer müssen sie sein (das ist übrigens auch in Deutschland so). Und wer etwas auf sich hält und es sich leisten kann, trägt auch Echtfell, gönnt sich einen Chauffeur und umgibt sich mit einer persönlichen Leibgarde.

Na klar haben diese Sachen alle einen tieferen Sinn. Wenn man auf dem zehnspurigen Leningradski-Prospekt im Stau steht, was die Moskauer den ganzen Tag machen, dann will man es wenigstens bequem haben. Wenn frau den Minirock anzieht (was selbst bei minus 20 Grad Celsius und sibirischem Schneesturm nicht selten passiert), will sie dennoch nicht frieren – ein legitimer Wunsch ...

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