BGH-Urteil zum Begriff des Unfalls

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit Urteil vom 6. Juli 2011 entschieden (Az.: IV ZR 29/09), dass ein Unfall im Sinne der Versicherungsbedingungen vorliegt, für deren Folgen ein Versicherer einzustehen hat, wenn sich ein Versicherungsnehmer einer Unfallversicherung dadurch verletzt, dass er auf den Boden prallt.

Im Skiurlaub war der Kläger auf einer Skipiste unterwegs, als er einem anderen Skifahrer ausweichen wollte. Dabei geriet er in einen Schneehaufen, stürzte und zog sich dabei eine Schulterverletzung zu, welche zu einem Dauerschaden führte.

Im folgenden Rechtsstreit mit seinem Unfallversicherer kamen die Richter der Vorinstanz zu dem Ergebnis, dass der Kläger keinen Unfall im Sinne der Versicherungsbedingungen erlitten hatte. Grundsätzlich müsse dafür die Außenwelt, mithin Personen oder Sachen in Form eines Zusammenstoßes, auf den Körper des Versicherten einwirken. Jedoch sei seine Verletzung Folge einer Eigenbewegung, die nur als Unfall angesehen werden könne, wenn die entscheidende Ursache von einem irregulären Zustand der Außenwelt, z.B. einem Hindernis, einer Bodenunebenheit oder einer besonderen Beschaffenheit des Bodens herrühre ...

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