Rezension Zivilrecht: Strategien beim Zugewinnausgleich

Kogel, Strategien beim Zugewinnausgleich, 4. Auflage, C.H.Beck 2013 Von Richter am AG Carsten Krumm, Lüdinghausen Der in nur 28 Paragraphen des BGB geregelte Zugewinnausgleich scheint für Neulinge im Familienrecht einfach: „Was haben beide Ehegatten in der Ehe angesammelt? Wer hat am Ende mehr dazubekommen? Dann den im Vergleich mit dem Ausgleichsberechtigten zu errechnenden Mehrzugewinn des >Ehegewinners< einfach durch zwei teilen. Fertig.“ So ganz richtig ist es natürlich nicht. Tatsächlich ist das Zugewinnausgleichsrecht nämlich viel komplizierter, zumal es mit verfahrensrechtlichen Vorschriften des FamFG einerseits und auch mit zahlreichen materiell-rechtlichen Fragen rund um das Thema Scheidung andererseits verknüpft ist. Selbst erfahrene Familienrechtler haben so oft Mühe, dem zu beurteilenden Einzelfall mit all seinen Problemen Herr zu werden. Genau dort setzt Kogel mit seinem nunmehr in 4. Auflage erschienenen Werk an. Er will nicht nur trocken Wissen an den Mann bringen, sondern dessen Umsetzung erklären und Strategien zur Bewältigung dieser häufig als unangenehm empfundenen Materie aufzeigen. Man kann schon vorab feststellen, dass das Buch schon von diesem Konzept her hochgradig interessant ist, ist es doch von einem Praktiker für Praktiker geschrieben. Ein besonderes Merkmal des Werks sind zahlreiche grau hinterlegte Strategiehinweise, eingefügte Tabellen (vgl. etwa den Lebenshaltungskostenindex, Bl. 52 ff.) und auch in den Text eingefügte Beispielsfälle, die meist in Fallabwandlungen weiterentwickelt und jeweils gelöst werden. Soweit zur Struktur und Didaktik. Was also findet sich inhaltlich im Buch? Erwartungsgemäß sind zunächst allgemeine Erörterungen zu den möglichen Güterständen und ihren Vor- und Nachteilen zu finden ...Zum vollständigen Artikel

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