Nachbarschaftsstreit: Rauch aus Backhaus für Nachbar zumutbar?

Nachbarschaftsverhältnisse können Probleme mit sich bringen. In diesem Fall wurde ein Nachbar zum Kläger, da er sich an einem Backhaus störte, das sich in zehn Metern Entfernung befand. Er klagte, dass er sich Rauch und Geruch des Backhauses ausgesetzt sieht und dass dies für ihn eine Belästigung sei. Er wollte, dass die Betriebszeiten eingeschränkt werden und Maßnahmen ergriffen werden, damit Rauchgase vermieden werden. Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat dazu ein Urteil gefällt.

Traditionsbackhaus erhebliche Beeinträchtigung?

Die Lage ist so, dass das Backhaus bereits seit 1847 existiert und genutzt wird. Eine kommunale Benutzungsordnung gab es bereits. Als Backtage waren die Zeiten zwischen Mittwoch und Freitag von 6 bis 18 Uhr und am Samstag bis 15 Uhr vorgesehen. Zudem wurde technisch nachgerüstet. Das heißt, der Schornstein wurde erhöht und die Abgasverbrennung optimiert. Der Kläger forderte aber, dass die Benutzungszeiten sich auf maximal drei Tage in der Woche beschränken müssten. Der Samstag solle nur im vierzehntägigen Wechsel als Backtag genutzt werden. Der Kläger führte aus, dass er die Geruchsimmissionen als stechend empfinde und erklärte, dass er sich in seiner Lebensqualität eingeschränkt sehe. Auch seine Gesundheit sah er in Gefahr ...

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