Leihmutterschaft in Indien : Hat der biologische Vater Anspruch auf Eintragung im deutschen Geburtenregister?

Diese Frage stellte sich in einem Verfahren vor dem OLG Düsseldorf, das eine inzwischen rechtskräftig gewordenen Beschluss dazu erlassen hat: Bestehen keine vernünftigen Zweifel daran,

dass die Leihmutter eines in Indien geborenen Kindes zum Zeitpunkt der Geburt unverheiratet war und mit der Anerkennung der Vaterschaft durch den aus Deutschland stammenden, biologischen Kindsvater einverstanden ist,

so hat das Standesamt diesen als Vater in der Geburtsurkunde einzutragen.

Dieser Auffassung und Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 26. April 2013 lag folgender Fall zugrunde:

Der biologische Vater lebt in einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft.

Um den gemeinsam mit seinem Partner gehegten Kinderwunsch zu erfüllen, ließ er in Indien eine dort von ihm erworbene Eizelle mit seinem Samen befruchten und anschließend einer indischen Staatsangehörigen einsetzen.

Nach der Geburt des Kindes erkannte er die Vaterschaft an.

Dem stimmte die Frau zu. Sie bestätigte ausserdem,

das Kind ausgetragen zu haben. Sie erklärte sich mit dessen Adoption durch den Lebenspartner des biologischen Vaters sowie mit der Ausübung des gemeinsamen Sorgerechts durch beide Lebenspartner einverstanden.

Nachdem der Vater in Indien einen deutschen Pass für das Kind erhalten hatte, reiste er zurück nach Deutschland und beantragte die Eintragung der Geburt ...

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