Räumungsklage? Schön langsam beim AG Hamburg-Mitte.

Unlängst schrieb ich hier über den neuen § 272 IV ZPO und das vom Gesetzgeber angestrebte erhöhte Tempo bei Räumungsklagen.

Heute wurde ich mit der prozessualen Wahrheit konfrontiert. Am 18.4., also vor fast fünf Wochen, reichte ich eine Räumungsklage beim AG Hamburg-Mitte ein. Nach zwei Wochen wurde ich langsam unruhig. Keine Aufforderung, die Gerichtskosten einzuzahlen. Nichts. Nach drei Wochen riefen meine Mitarbeiterinnen an und versuchten sich durchzufragen. Warteschleifen, unklare Auskünfte. Nichts.

Heute also wurde es mir zu bunt. Nach 10 Minuten Warteschleife bzw. wiederholten Anrufen nahm in der Zentralen Eingangsstelle eine sehr freundliche Dame ab und teilte mir drei Nummern der Geschäftsstelle mit, bei der sich meine Klage befinden solle. Tatsächlich nahm sogleich eine Justizangestellte ab. Ja, die Klage sei angekommen. Ja, sie habe auch ein Aktenzeichen erhalten. Sie hätte die Akte aber nicht. Die Akte sei bei den “Aushilfen”, und diese wären in einem anderen Zimmer. Die “Aushilfen” seien aber auch nicht regelmäßig da. Auf weitere Frage: sie könne im Computer sehen, dass zur Akte am 16.5. etwas verfügt worden sei ...

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