Aus dem Flugzeug gezuzelt: 260.000 €

Es gibt Dinge, die würden Sie vielleicht allenfalls in einem neuen Actionfilm von Tom Cruise vermuten: Ein Passagier besteigt eine Cessna ohne die Absicht, aus dieser mit dem Fallschirm abspringen zu wollen. Trägt aber aus Sicherheitsgründen einen solchen dort während des Flugs. Und dann ———-flutschhhhhhhhhhhh öffnet sich derselbe und es zuzelt ihn samt Fallschirm aus der Maschine.

Versuchen Sie sich in ihn hineinzuversetzen, während es ihn entsetzend aus der Maschine hinausversetzt.

Sagen Sie nie wieder, Versicherungsrecht ist doch laaaaangweilig.

Sie brauchen kaum Ihre 5 Finger, um sich auszurechnen, dass es seiner Gesundheit nicht förderlich war, was dann folgte.

Was ebenfalls folgte, war ein Prozess, in welchem der Inhaber der Fallschirmsportschule in Stadtlohn von seiner Versicherung Versicherungsschutz benapsruchte für den mit seiner Cessna im Juli 2009 verunfallten Passagier. IN einer heute veröffentlichten Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm urteilte dieses am 26.04.2013 über die Klage und die Berufung und änderte dabei die erstinstanzliche Entscheidung des Landgerichts Essen ab, im Einzelnen:

Für die zum Absetzen von Fallschirmspringern eingesetzte Cessna unterhielt der Kläger bei der Beklagten eine Luftfahrthaftpflichtversicherung. Bei einem im Juli 2009 mit dem Flugzeug durchgeführten Absetzflug verunfallte ein seinerzeit 48jähriger Passagier aus Rosendahl schwer, als er – aus Sicherheitsgründen einen Fallschirm tragend – aus der im Landeanflug befindlichen Cessna gerissen wurde. In das Flugzeug war der Passagier zuvor ohne Sprungabsichten eingestiegen. Beim Sinkflug der Maschine hatte sich sein Fallschirm automatisch geöffnet und ihn in etwa 300 Metern Höhe durch die noch geöffnete Bordwand des Flugzeuges nach draußen gezogen ...

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