Anerkennung als Flüchtling bei Verfolgung wegen öffentlicher Religionsausübung

Das Bundesverwaltungsgericht musste sich mit der Frage auseinandersetzen, ob man einen Ausländer als Flüchtling anerkennen kann, wenn er in seinem Herkunftsstaat verfolgt wird, weil er seine Religion im öffentlichen oder privaten Raum praktiziert.

Ausübung der religiösen Praxis muss von besonderer Bedeutung sein

Das Bundesverwaltungsgericht hat dies bejaht, wenn die Furcht des Ausländers auch begründet ist. Die Flüchtlingsanerkennung kann darüber hinaus auch dann erfolgen, wenn der Verzicht auf die Religionsausübung in der Öffentlichkeit durch strafrechtliche Sanktionen erzwungen wurde. In diesem Fall ist es allerdings zwingend erforderlich, dass für den Ausländer die Ausübung genau dieser religiösen Praxis zur Aufrechterhaltung seiner religiösen Identität ganz besonders von Bedeutung ist.

Hohe Strafen für religiöse Praktiken in der Öffentlichkeit

Konkret ging es um vier Verfahren, bei denen pakistanische Staatsangehörige, die Angehörige der Ahmadiyya-Glaubensgemeinschaft anhingen, als Flüchtlinge anerkannt werden wollten. Diese Glaubensgemeinschaft sieht sich selbst als islamische Erneuerungsbewegung, wobei ihre Anhänger jedoch nicht als Muslime in Pakistan anerkannt werden ...

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