Gute Gründe für ein Testament – Teil 1: die unerwünschten Erben

„Im Gesetz ist doch für den Erbfall alles geregelt ! Oder ?“ Könnte man meinen. Allerdings führt die gesetzliche Erbfolge nicht selten zu Folgen, die dem Verstorbenen gar nicht bewusst waren. Der Nachlass kann erheblich geschmälert werden, wenn die Erben sich infolgedessen jahrelang um das Erbe streiten müssen. Es gilt im Erbrecht das Gleiche wie sonst im Leben auch: „Vorsorgen ist besser als Heilen !“

Es wird häufig nicht beachtet, dass die gesetzlichen Erben, nämlich die nächsten Verwandten nicht unbedingt die Personen sind, denen man sein Vermögen im Todesfall auch tatsächlich zukommen lassen will. Besonders gravierend wirkt sich dies insbesondere dann aus, wenn ein Ehepartner oder ein Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft verstirbt. Dies lässt sich an folgenden Beispielen verdeutlichen:

Ehepaar ohne Kinder

Im Regelfall leben Ehepaare im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Stirbt nun einer der beiden, erben der überlebende Ehepartner ¾ und dessen Eltern ¼ des Nachlasses.

Durch Errichtung eines Testamentes und wechselseitige Erbeinsetzung der Eheleute werden die Eltern des Erblassers von der Erbschaft ausgeschlossen. Sie können allerdings Pflichtteilsansprüche geltend machen, die jedoch wertmäßig nur die Hälfte des gesetzlichen Erbteiles ausmachen.

Falls die Eltern des Erblassers nicht mehr leben, erben dessen Geschwister! Daran wird oft nicht gedacht. Die Witwe bzw. der Witwer sind äußerst erstaunt, wenn plötzlich die lieben Verwandten, die sich um den verstorbenen Ehepartner nie gekümmert haben, ihnen zustehende Rechte geltend machen.

Dies kann ganz einfach dadurch umgangen werden, dass die Eheleute rechtzeitig ein Testament mit einer wechselseitigen Erbeinsetzung errichten. Die Geschwister des Erblassers sind damit von der Erbfolge ausgeschlossen ...

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