Betriebsprüfer führt Toiletten-Tagebuch(!) und möchte Renovierungsarbeiten für sein WC von Steuer absetzen

Arbeitet ein Betriebsprüfer auch mal von Zuhause aus, kann er trotzdem nicht seine Toilettenkosten von der Steuer absetzen. Dies gilt auch dann, wenn der Betriebsprüfer anhand eines Toilettentagebuchs nachweist, wie häufig er während der Arbeitszeit seinem natürlichen Drang nachgekommen ist, entschied das Finanzgericht Baden-Württemberg in Stuttgart in einem am Donnerstag, 16.05.2013, bekanntgegebenen Urteil (AZ: 9 K 2096/12).

Im Streitfall hatte ein beim Finanzamt tätiger Betriebsprüfer immer wieder auch mal von seinem häuslichen Arbeitszimmer aus gearbeitet. Im Finanzamt selbst verfügte er über einen festen Arbeitsplatz. Als er 2008 sein häusliches Arbeitszimmer einrichtete, wollte er neben den Renovierungskosten für das Arbeitszimmer auch die für sein Gäste-WC von der Steuer absetzen.

Um seine Kollegen in der Finanzverwaltung von seinen beruflich bedingten Werbungskosten zu überzeugen, legte er ein Toilettentagebuch vor. Danach nutze er das WC neun bis zehnmal täglich, davon acht bis neunmal während seiner Arbeitszeit ...

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