Bewerbungsgespräch = Kündigungsgrund?

Die ungewöhnlich erscheinende Überschrift hat einen ernsten Hintergrund. Einer Kündigung eines Arbeitnehmers geht oftmals eine willensmäßige Lösung vom Arbeitsplatz voraus, die sogenannte "innere Kündigung". Erfährt ein Arbeitgeber hiervon, hegt er natürlich Zweifel an der Loyalität, dem Einsatzwillen und der Vertragstreue des Arbeitnehmers. Reicht dies für eine Kündigung? Das musste das LAG Mecklenburg-Vorpommern entscheiden. Ein Arbeitnehmer steht seit dem 1. April 2010 in einem Arbeitsverhältnis als Abteilungsleiter Reha-Technik zu einem monatlichen Bruttogehalt von 5.500,00 Euro. Er bewirbt sich auf eine ausgeschriebene Stelle einer kommunalen gemeinnützigen GmbH. Er schafft es tatsächlich in den engeren Bewerberkreis und soll sich der Bürgerschaft der Hansestadt vorstellen. Die Vorstellung erfolgt am 22. August 2011, obwohl der Arbeitnehmer auf Grund einer Krankschreibung vom 8. August 2011 bis zum 24. August 2011 arbeitsbefreit war wegen Einschränkung der Bewegungsfähigkeit seines rechten Arms . Am nächsten Tag bereichtet die Lokalpresse über die Vorstellungen der aussichtsreichsten Bewerber. Hierüber erfährt der Arbeitgeber vom Wechselwillen des Arbeitnehmer und kündigt diesem fristlos und hilfsweise ordentlich. Die Kündigungsschutzklage des Arbeitnehmers hat Erfolg (LAG Mecklenburg-Vorpommern - 5 Sa 106/12) ...Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK