Was das Autocomplete-Urteil wirklich bedeutet…

… war gestern ja noch einigermaßen unklar.Widersprüchliche Pressemeldungen und Experten-Deutungen machten die Runde, man konnte da ganz schön ins Schleudern kommen. Ich will mich deshalb einmal an den Versuch eines Überblicks wagen.

Leider fehlt mir an dieser Stelle der entsprechende Screenshot, aber den den Preis für die unterhaltsamste Verwirrung dürfte der Berliner Tagesspiegel gewonnen haben, der in seiner Online-Ausgabe vermeldete, Google habe nun verloren, Autocomplete sei rechtens. Auf twitter kann man hierüber noch schmunzeln:

#Google verliert Rechtsstreit – Keine Verletzung von Persönlichkeitsrechten in der automatischen Vervollständigung: ow.ly/l0qKl

— Tagesspiegel.de (@tagesspiegel_de) 14. Mai 2013

Bei der Tagesschau verlässt man sich da schon lieber auf die “Urteilsbegründung” und verlinkt dorthin – da die aber leider noch gar nicht vorliegt, verwechselt man die Pressemitteilung des BGH kurzerhand mit dieser.

heise wiederrum schiebt der ersten Meldung einige Updates hinterher, was zwar für Vollständigkeit sorgt, aber nicht unbedingt für Durchblick (für den sorgt Stadler erst später, dazu unten mehr).

Ich will erst einmal vorn anfangen. Und zwar ganz vorn.

Dieser Text hier handelt von Bettina Wulff und ihrem eigenen Rechtsstreit gegen Google wegen der Autocomplete-Funktion Googles, welche zu ihrem Namen zeitweise schlüpfrige Begriffe ergänzte.

Irgendetwas mit “Escortservice” und “Rotlicht” stand da wohl, anknüpfend an längst widerlegte Gerüchte aus der Vergangenheit der Ex-Firstlady, die sich im Netz verbreiteten und nach denen vermutlich häufig gesucht wird.

In dem verlinkten Blogbeitrag komme ich zu dem Schluss, dass Frau Wullf Ihren Prozess sehr wahrscheinlich verlieren wird, da der Autocomplete-Funktion an sich keinerlei Aussagekraft zukommt ...

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