Rezension Strafrecht: JGG

Ostendorf, JGG, 9. Auflage, Nomos 2013 Von RAG Dr. Benjamin Krenberger, Landstuhl Werke von Ostendorf zum Jugendstrafrecht, seien es seine Lehrbücher oder sei es sein etablierter Kommentar, der in nunmehr neunter Auflage und im 25. Jahr seines Bestehens die Leserschaft bereichert, beinhalten stets eine kritische Komponente, die der Autor in seinem Vorwort auch bewusst ankündigt, nämlich als „kriminologisch orientierte kritische Kommentierung“. Zugleich betont er, dass diese Sicht auf das Jugendstrafrecht keineswegs dadurch verwässert würde, dass außer ihm noch weitere Bearbeiter das JGG kommentieren. Des Weiteren legt Ostendorf Wert auf die Verdeutlichung der großen Dynamik, die dem Jugendstrafrecht innewohnt, und belegt diese nicht nur durch den Abdruck einiger Vorworte der Vorauflagen, sondern auch durch entsprechende und zahlreiche, durchaus mahnende Erläuterungen innerhalb der Kommentierungen. Die Gestaltung des Kommentars verbindet klassischen Fließtext samt Hervorhebungen und Fußnotenapparat mit graphischen Elementen wie Schaubildern und vielen Tabellen und Statistiken, wie man es eben aus kriminologischen Lehrbüchern kennt. Die zusätzlichen Literaturhinweise vor den einzelnen Normen sowie ein opulentes Sachverzeichnis zuzüglich eines Paragraphenverzeichnisses geben dem Leser zu jeder Zeit das sichere Gefühl, sich sehr fundierten Ausführungen anzuvertrauen. Der Kommentar beinhaltet bereits den Warnschussarrest im neuen § 16a JGG und spart erwartungsgemäß nicht mit Kritik an dieser tatsächlich und rechtlich schwierigen Vorschrift. Zum einen wird der eng umgrenze Anwendungsbereich klar herausgearbeitet, zum anderen wird die Gesetzesbegründung als vage und mit fragwürdigen Zielvorgaben versehen kritisiert und auch die praktische Umsetzung in Zweifel gestellt. Darüber hinaus werden Verstöße gegen das Bestimmtheitsgebot angemeldet ...Zum vollständigen Artikel


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