Einkünfte einer Prostituierten sind gewerbesteuerpflichtig

Durch Beschluss vom 20. Februar 2013 (GrS 1/12) hat der Große Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) entschieden, dass selbständig tätige Prostituierte Einkünfte aus Gewerbebetrieb erzielen und damit der Gewerbesteuer unterliegen.

Ist dieses Urteil überraschend? Sicherlich nicht!

Prozessuales

Die Rechtsfrage musste vom Großen Senat des BFH entschieden werden. Hintergrund war, dass der III. Senat des BFH von einem Urteil des Großen Senats aus dem Jahr 1964 (GrS 1/64) abweichen wollte und daher nach § 15 Abs. 2 FGO die Anrufung des Großen Senats erforderlich war.

Die Entscheidung

Einkünfte aus Gewerbebetrieb im Sinne von § 15 Abs. 2 EStG / § 2 Abs. 1 GewStG setzen – etwas verkürzt – eine selbständige nachhaltige Tätigkeit voraus, die mit Gewinnerzielungsabsicht unternommen wird und sich als Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr darstellt ...

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