Über Angelinas Brüste und Billig-Silikon-Einlagen

Aufbau der weiblichen Brust, wikimedia commons

Seit gestern geht die Nachricht rund um die Welt und wird in der Presse und in unzähligen Fernsehformaten sowie im Internet aufgearbeitet und kommentiert: Angelina Jolie, mehrfach zur “sexiest woman alive” gekürt und langjährige Partnerin des Womanizers Brad Pitt, hat sich wegen eines erblich bedingten hohen Brustkrebsrisikos beide Brüste amputieren lassen! Wie das klingt! Ist die Frau jetzt am Oberkörper verstümmelt? Muss wohl so sein, denn bild.de weiß es ganz genau: “Hollywood-Star ließ sich beide Brüste abnehmen”, heißt es da ganz plastisch, und das Verb “abnehmen” verdeutlicht, dass die einstmals so schönen Rundungen weg sind. Futsch! Aus! Vorbei! Oder doch nicht? Wer weiterliest, der erfährt dann das, was er längst geahnt hat. Nein, da wurden nicht die ganzen Brüste abgetrennt, sondern (nur) die Brustdrüsen wurden beidseitig entfernt. Mastektomie nennt der Mediziner diesen Eingriff, und im Frühstückfernsehen wurde heute morgen bei Sat1 demonstriert, wie die Brust in der alten Umhüllung wieder aufgebaut wird und danach genauso schön oder – wie eine von einer Amputation betroffene Polizistin als Studiogast versicherte – sogar noch schöner aussieht als zuvor. Die gute Angelina kann also “sexiest woman” bleiben, ob dabei Botox oder Silikon zum Einsatz kommen, ist doch einerlei ...

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