Kuriositätenkabinett NSU-Prozess

Der zweite Verhandlungstag beginnt erwartungsgemäß mit der Behandlung alter und neuer Anträge. Dazu später mehr. Immer wieder gibt es Unterbrechungen, Zeit, sich etwas im Saal umzusehen. Es lohnt sich, denn unter den Zuschauern gibt es bemerkenswerte Fundstücke. Wieder im Saal ist Maik E., Zwillingsbruder des Angeklagten André E. Die beiden Brüder trennen nur wenige Meter. Maik sitzt in der ersten Reihe der Empore, unmittelbar über Andrè. Er trägt heute – wie sein Bruder – ein schwarzes Shirt mit weißem “AC DC” Aufdruck und langen Ärmeln. Mit ihm in der Warteschlange stand ein junger Mann mit Lippenpiercing. Bei ihm soll es sich um Daniel T., einem vorbestraften Neonazi handeln. Im Saal sitzen die beiden jedoch nicht nebeneinander.

Denn der Platz neben Maik E. wurde für Christoph Z. freigehalten, einem Mann mittleren Alters, der regelmäßig den „Buback-Prozess“ gegen Verena Becker besuchte und zeitweise seine Mitschriften am Ende des jeweiligen Tages an Michael Buback übergab. Daran wäre nichts besondere, hätte der Mann nicht im Laufe des Verfahrens durch sein sonstiges Verhalten für einiges Aufsehen gesorgt ...

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