Die “Autocomplete”-Funktion in der Google-Suche

Google muss, wenn es Kenntnis von einer hierdurch erfolgten Persönlichkeitsrechtsverletzung erhält, die “Autocomplete”-Funktion seiner Suchmaschine filtern und die persönlichkeitsverletzenden Suchergänzungsvorschläge unterdrücken.

Die “Autocomplete”-Funktion hat wohl jedermann schon öfters bei der Google-Suche benutzt. Sie ist auch zu praktisch: man fängt an, auf der Google-Seite einen Suchbegriff in den Suchschlitz einzugeben und schon schlägt einem Google passende Begriffe (“predictions”) in Form von Wortkombinationen vor, die auf der Basis eines Algorithmus ermittelt werden, der u.a. die Anzahl der von anderen Nutzern eingegebenen Suchanfragen einbezieht. Dumm nur, wenn hierbei – etwa bei der Suche nach einem Namen oder einer Firma – auch Suchvorschläge angezeigt werden, die den Gesuchten in einem schlechten Licht erscheinen lassen. Ein markantes Beispiel hierzu bot etwa die seinerzeitige Ehefrau unseres letzten Bundespräsidenten, wo bei der Eingabe Ihres Namens auch sofort die Kombination mit “Escort-Service” und “Rotlicht” vorgeschlagenen wurde.

Mit einem derartigen Fall der seit April 2009 in die Google-Suche integrierten “Autocomplete”-Funktion muste sich jetzt der Bundesgerichtshof befassen und befand, dass diese Suchergänzungsvorschläge durchaus die Persönlichkeit des Gesuchten verletzen können. Google ist daher verpflichtet, derartige persönlichkeitsrechtsverletzenden Suchergänzungsvorschläge zu unterdrücken ...

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