Kündigung wegen Teilnahme an einem Bewerbungsgespräch trotz Krankschreibung?

Arbeitnehmer, die sich aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis heraus auf eine Stelle bei einem anderen Arbeitgeber bewerben, legen größten Wert auf eine vertrauliche Behandlung ihrer Bewerbung. Es ist meist mehr als unangenehm, wenn der bisherige Arbeitgeber von derartigen (evtl. auch nicht erfolgreichen) Bewerbungsbemühungen erfährt. Manch ein Arbeitgeber mag sich überlegen, ob er mit einem solchen abkehrwilligen Arbeitnehmer überhaupt noch länger zusammenarbeiten möchte. Eine neueres Urteil des LAG Mecklenburg-Vorpommern (Urteil vom 5.3.2013, BeckRS 2013, 67292) befasst sich mit dieser Konstellation: In dem entschiedenen Fall war eine Führungskraft seit April 2010 in einem Unternehmen des Sanitätsfachhandels beschäftigt. Der Arbeitnehmer hatte sich dann aber als Geschäftsführer einer städtischen GmbH beworben und wurde als aussichtsreicher Kandidat zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Im August 2011 nahm er den Termin wahr, obwohl er zu dieser Zeit krankgeschrieben war. Unglücklicherweise berichtete am nächsten Tag die Presse über die Vorstellung der Kandidaten für die Geschäftsführerposition. Daraufhin kündigte ihm sein bisheriger Arbeitgeber fristlos. Das LAG gab der hiergegen gerichteten Kündigungsschutzklage statt ...

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