Keine Abziehbarkeit für Aufwendungen bei langjährig leerstehenden Wohnimmobilien

Viele Hauseigentümer entschließen sich dazu, einzelne Räume oder auch ganze Wohnungen ihres Wohnkomplexes zu vermieten. Doch manchmal findet sich kein passender Mieter. Darf der Immobilienbesitzer bei einem langjährigen Leerstand der Wohnungen die Aufwendungen als Werbungskosten abziehen? Der Bundesfinanzhof verneinte dies im vorliegenden Fall.

Werbungskostenüberschüsse aus Vermietung und Verpachtung

Konkret ging es im zugrundeliegenden Fall um zwei Wohnobjekte eines seit dem Jahr 1983 bezugsfähigen Hauses, in welchem auch der Kläger selbst wohnt. Im Obergeschoss des Hauses war eine Wohnung bis zum August des Jahres 1997 vermietet. Danach stand die Wohnung leer. Der Kläger bot die Wohnung möbliert an, indem er vier Mal im Jahr eine Anzeige in einer überregionalen Zeitung schaltete. Die Höhe der Miete bemaß er am jeweils aktuellen Mietspiegel. Bis heute hätten sich allerdings keine als “geeignet erscheinenden Mieter” beim Kläger gemeldet. Ein Zimmer mit Bad, das sich im Dachgeschoss befindet, bot der Kläger zu keinem Zeitpunkt zur Vermietung an. In früherer Zeit habe er allerdings Aushänge in der Nachbarschaft verteilt, womit er auf die Vermietung des Zimmers aufmerksam machen wollte ...

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