Zum Schadensersatz gehören auch Lohnnebenkosten und Sozialabgaben

München/Berlin (DAV). Nach einem Autounfall steht man oft vor der Frage: Lohnt sich die Reparatur oder nicht? Entscheidet man sich für die Reparatur und gibt den Wagen in die Werkstatt, läuft das meist problemlos. Entscheidet man sich aber dafür, sich das Geld auszahlen zu lassen – Juristen sprechen vom Ersatz der fiktiven Kosten – hat man auch Anspruch auf die Erstattung der Lohnnebenkosten und Sozialabgaben, die angefallen wären. Das gilt auch, wenn diese nicht tatsächlich anfallen, entschied das Amtsgerichts München am 24. April 2012 (AZ: 332 C 1529/12), wie die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mitteilt.

Der bei einem Verkehrsunfall geschädigte Autofahrer ließ seinen Pkw begutachten. Der Sachverständige bezifferte die Kosten für eine sach- und fachgerechte Reparatur auf rund 16.500 Euro einschließlich eines Betrags für Lohnkosten von knapp 7.700 Euro. Diese Kosten forderte der Autobesitzer von seinem Unfallgegner. Dieser zahlte allerdings nur rund 15.750 Euro. Mehr schulde er nicht. Schließlich sei das Auto nicht tatsächlich repariert worden, die Lohnnebenkosten und Sozialabgaben seien daher nicht angefallen. Ein Abschlag von zehn Prozent sei daher auf jeden Fall gerechtfertigt.

Das Gericht entschied, dass der Mann Anspruch auf die Erstattung weiterer Reparaturkosten habe ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK