Unzulässige Bindung von Windows 8 an einen Rechner

Unzulässige Bindung von Windows 8 an einen Rechner

Erwirbt man einen PC mit vorinstalliertem Windows 8, kann Windows 8, anders als noch Windows 7, nicht mehr bei Defekt des PC auf einem anderen Rechner installiert werden. Der Key wird beim Setup automatisch in das Mainboard des Systems übernommen. Fällt das Mainboard aus, lässt sich der Key nicht mehr auslesen. Der Anwender muss ein anderes Mainboard des OEM-Herstellers erwerben, das einen passenden Key aufweist. Microsoft kann bei regelmäßigen Online-Prüfungen kontrollieren, ob der Key zum System passt (zum technischen Problem s. Vahldiek, Verdongelt – Lizenzärger bei Windows 8, c’t 1/13, 16, online: http://heise.de/-1766977 ).

Eine solche Bindung einer Software an einen einzelnen Rechner ist unzulässig, wenn die Software vom Anbieter verkauft wird. Dies gilt nicht nur für Windows, sondern für alle Computerprogramme und auch für Datenbank-Software. Der Anwender erwirbt nämlich die Software gegen Einmalvergütung (Kaufpreis) zur zeitlich nicht begrenzten Nutzung. Bei diesem kaufweisen Erwerb muss der Erwerber berechtigt sein, die Software weiterzuverkaufen. Nach dem MS-Lizenzmodell kann er nur die Software zusammen mit dem Rechner weiterveräußern, nicht aber die erhaltene Programmkopie als solche.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in seinem Grundsatzurteil vom 3.Juli 2012 – C-128/11, GRUR 2012, 904

(online verfügbar unter: www.jurpc ...

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