(Leid)Gedanken eines Amtsrichters – die geben zu denken

Ich hatte neulich näheren/intensiveren Email-Kontakt zu einem _ offenbar – amtsrichterlichen Kollegen, der mir nicht nur in unserem Blog, sondern auch schon in anderen Blogs durch m.E. fundierte und engagierte Kommentare aufgefallen war. Im Rahmen dieses Kontakts erhielt ich von ihm eine Email mit u.a. folgendem Inhalt:

“…c) beruht die Freude auch darauf, dass man, was ich besonders schätze, bei Ihnen auch als „kleiner“ Amtsrichter der Öffentlichkeit seine Entscheidungen zugänglich machen kann, verbunden mit der Hoffnung, dass es der eine oder andere Ihrer Leser zur Kenntnis nimmt, dass es auch von den Amtsgerichten, deren Ruf ja – leider nicht immer zu Unrecht – bei vielen Verteidigern nicht der beste ist, hin und wieder Entscheidungen gibt, bei denen sich der Verfasser um Richtigkeit zumindest „stets bemüht“ hat und die sich nicht darauf beschränken, Anträge der StA durchzuwinken oder, was das Drama um die Akteneinsicht im Owi-Verfahren zeigt, den Behörden nach dem Mund zu reden. Ich hatte ja offen gestanden vor meinem Berufseintritt und des damit einhergehenden Desillusionierungsprozesses immer gedacht, dass es sich um typisches „Anwaltsgejammer“ handelt, wenn z.B. die X-er Kollegen beklagen, dass die dortigen Ermittlungsrichter alles unterschreiben, was Ihnen vorgelegt wird ...

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