Im Namen der Öffentlichkeit

Die Berichterstattung in Strafermittlungsverfahren ist quotenreich und schlagzeilenträchtig - aber mehr als Dreiviertel aller Verfahren werden eingestellt, was dann oft noch als Randnotiz in den Medien erwähnt wird. Übereifrige, kommunikationsfreudige Staatsanwälte tun dann ihr übriges, um für eine Vorverurteilung von Beschuldigten in Strafverfahren zu sorgen. Mittlerweile ist Litigation-PR als ein strategisches Instrument bei juristischen Auseinandersetzungen kein Randthema mehr. Dieses ist jedoch das erste zu der Thematik in Deutschland erschienene Buch und beleuchtet Hintergründe, die Einsatzgebiete und Perspektiven von strategischer Krisen-PR. Ist Justitia wirklich blind? Wie unabhängig können Richter in Megaverfahren sein, die eine immense Medienaufmerksamkeit auf sich ziehen? Und findet sich das Objektivitätsgebot der Staatsanwaltschaft tatsächlich auch in ihrer Öffentlichkeitsarbeit wieder? Oder trägt diese staatsanwaltschaftliche Kommunikation nicht häufig zur publizistischen Vorverurteilung von Verdächtigen bei, die sich plötzlich in Ermittlungen wiederfinden, die scheinbar öffentlich durchgeführt werden? Oft kommt es auf den Ausgang des Verfahrens gar nicht mehr an; wenn der Staatsanwalt auftaucht, den Verdächtigen in U-Haft festsetzt und das Vermögen beschlagnahmt, wird das Leben von einem Tag auf den anderen auf den Kopf gestellt. Und der Angeschuldigte hat praktisch keinerlei Chance sich gegen die Kampfinstrumente der Staatsanwälte oder Medien zur Wehr zu setzen. Hier setzt die klassische Strafverteidigung an, die aber gegen die Medien oft machtlos ist - das Einsatzgebiet der Litigation-PR. Die Autoren Stephan Holzinger und Uwe Wolff, beide international erfahrene Experten auf dem Gebiet beschäftigen sich im vorliegenden Buch eingehend mit sämtlichen Fragen der Litigation-PR ...Zum vollständigen Artikel

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