Heer, Sturm und Stahl

Es könnte sein, dass ich einer der ersten war, der sich über die Namen der drei Verteidiger von Beate Tschäpe mokiert hat. Der Kommentar war denkbar kurz: "Die Verteidiger von Beate Tschäpe heißen übrigens Sturm, Stahl und Heer". Weniger als 140 Zeilen. Und eigentlich völlig unspektakulär, wären da nicht ... na, eben diese Namen. "Hier ist der Name ja dreifach Programm", könnte man denken, oder: "Na, so ein Zufall". Und jetzt kommt Georg M. Oswald - ein von mir durchaus geschätzter Schriftsteller und Kollege - der behauptet, das könne auch kein Zufall sein. Er schreibt unter der Überschrift "Die Namen Heer, Sturm und Stahl sind kein Zufall" in der WELT. Die Überschrift nennt das Missverständnis bereits beim Namen: Natürlich sind diese Namen für jeden ihrer Träger Zufall. Aber dieses Argument gehe daneben, meint Oswald. Ausschlaggebend sei, dass Beate Tschäpe sich die Verteidiger diesen Namens ausgesucht habe. Und er halte es durchaus für möglich, dass System hinter dieser Wahl stecke. Das Motiv liefert Oswald auch gleich mit, und spätestens hier erzielt er einen nachhaltigen Treffer: Es könne sich um eine Verhöhnung des Rechtsstaates handeln, Tschäpe habe durch diese Wahl provozieren wollen ...Zum vollständigen Artikel


  • Der martialische Klang von Heer, Sturm und Stahl

    welt.de - 7 Leser - Keiner kann etwas für seinen Namen. Aber die von Beate Zschäpes Verteidigern lesen sich, als habe die Angeklagte sie ausgesucht, um zu provozieren. Diese Art Hohn ist ein Mittel rechter Symbolik.

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