Der NSU-Prozess beginnt. Fünf Thesen zum ersten Tag

Am Montag um 10:00 Uhr soll der Prozess gegen Beate Zschäpe, Ralf Wohlleben und drei weitere Angeklagte vor dem Oberlandesgericht München beginnen. Die Aufregung aller Beteiligten ist groß, die Aufmerksamkeit der Medien immens. Betrachten wir den Auftakt mit kühlem Kopf: Fünf Thesen, was wohl passieren wird.

Die übliche Verspätung Um 10:00 Uhr soll die Hauptverhandlung beginnen. Doch es wäre der erste größere Staatsschutzprozess in den vergangenen Jahren, der pünktlich beginnen würde: Die Aufwändigen Sicherheitskontrollen, Befindlichkeiten und Pünktlichkeit der Beteiligten sowie letzte Gespräche der Verteidiger mit ihren Mandanten dürften den Beginn mit Sicherheit verzögern. Das hat auch juristische Gründe: Solange es noch Plätze im Zuschauerraum gibt, müssen vor Beginn alle Interessierten, die vor 10:00 Uhr angekommen sind, Einlass finden. Das bedeutet konkret: Sofern es noch Plätze im Saal gibt, muss auch ein Zuschauer, der erst um 09:59 Uhr angekommen ist, noch kontrolliert und durchsucht werden, bevor die Hauptverhandlung beginnen kann. Ein Unsicherheitsfaktor könnte auch André E. ausgehen. Er kommt als freier Mann ins Gericht und er ist nicht verpflichtet, vor 10:00 Uhr dort zu sein. Im Verfahren gegen Verena Becker vor dem Oberlandesgericht Stuttgart kam es genau wegen solcher „Korrektheiten“ von Zeugen – und möglicherweise auch von der Angeklagten – immer mal wieder zu Verzögerungen. Der Auftritt der Angeklagten Das Verhalten dürfte durchaus unterschiedlich sein: Alle Angeklagten haben sich seit mindestens 17 Monaten nicht mehr persönlich getroffen. Insbesondere für Beate Zschäpe, die aus der Untersuchungshaft kommt und André E., der wieder in Freiheit ist, dürfte es ein interessantes Widersehen sein: Viel spricht dafür, dass André E. Beate Zschäpe zu Beginn ihrer Flucht unterstützt hat ...Zum vollständigen Artikel


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