Fortbildung muss bitter schmecken

Warum ist Fortbildung so langweilig und uneffektiv?

Als Fachanwalt bin ich verpflichtet, 10 Stunden Fortbildung zu machen. 15 Stunden habe ich dieses Jahr hinter mir, wieviele Stunden in den vergangenen Jahren weiss ich nicht mehr. Und immer wieder stellt sich die Frage: warum ist das alles so langweilig und, machen wir uns nichts vor, im wesentlichen unergiebig.

Keine Frage: es liegt natürlich teilweise an mir: Ich müsste die Seminare nacharbeiten, beispielsweise.

Es liegt auch an den teilnehmenden Anwälten, die Fortbildung als lästige Pflicht betrachten und sich Ihrer Fortbildungs-Verpflichtung so zeitsparend und billig wie möglich zu entledigen trachten. Wer nichts anderes vorhat als so schnell wie möglich wieder nach Hause zu kommen, ist mit allem zufrieden, nimmt ein reichliches Mittagessen zu sich und döst halt die nächsten fünf Stunden.

Sollte es aber nicht doch auch anders gehen? – Ich für meine Person würde Seminare begrüßen, in denen ich mehr und interessantere Dinge lerne. Dafür würde ich auch gerne mehr bezahlen. Da ich aber weiss, dass mir überall das gleiche geboten wird (einzige Varianten: mit oder ohne Mittagessen und Kaffee mit oder ohne Kuchen), kann ich auch gleich den billigsten Anbieter am nächstgelegenen Seminarort nehmen.

Was bekomme ich da geboten?

1. Die Dozenten sind durch die Bank langweilig und bieten monologisierenden Frontalunterricht. Es gibt natürlich Unterschiede. Ich meine, Richter tendierten dazu, am langweiligsten zu sein, Anwälte sind meist etwas besser.

Der Einsatz moderner Technik findet nicht statt, gelegentlich kritzelt einer was im Overheadprojektor, das man in den letzten Reihen nicht lesen kann ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK