Verbotene Ehegattenarbeit (?) und Homosexuelle aus Sicht der CSU

Das zwingt den stärksten Server in die Knie: Wer heute versuchte, die Seite der Bundestagsabgeordneten Dorothee Bär (CSU) aufzurufen, bekam statt der gewünschten Seite meist „Server überlastet“ entgegengeblafft. Teilweise war auch der Text der Presserklärung sichtbar, den sie eingestellt hatte und die beginnt mit:

Herr Oliver Bär hat zu Beginn meiner Mandatszeit insgesamt 30 Monate im Deutschen Bundestag als mein Mitarbeiter gearbeitet…

Was ist daran so schlimm, dass man eine Presserklärung braucht?

Irgendwas schon: Gegen den früheren Landtagsabgeordneten (Bayern, CSU) und – zurückgetretenen – Fraktionsvorsitzenden Georg Schmid gibt es jetzt sogar Strafanzeigen - weil seine Frau für ihn gearbeitet hat – und auch er hat eine Presseerklärung auf seine Homepage gestellt. Sie liest sich ähnlich wie die von Frau Bär.

Ist es in Deutschland etwa verboten, seinen Ehepartner für sich arbeiten zu lassen?

Aber nein.

Das könne Sie machen, wie Sie lustig sind. Vor dem Arbeits- und Sozialrecht sind alle gleich, ob nun mit dem Arbeitgeber verheiratet oder nicht; es gibt zwar auch sog. Scheinarbeitsverhältnisse. Damit ist aber gemeint, dass jemand gar nicht arbeitet (also nur zum Schein) und trotzdem in der Sozialversicherung (Kranken- und Rentenversicherung etwa) angemeldet wird.

So etwas wird den CSU-Granden nicht vorgeworfen.

Hier geht es um etwas ganz anderes:

„Normale“ Arbeitgeber bezahlen ihre Arbeitnehmer selbst. Das erscheint Ihnen selbstverständlich, aber die wenigsten Leute wissen, dass Mitarbeiter von Bundestagsabgeordneten (oder auch denen in den Landesparlamenten, sogar Bayern) unmittelbar für den Abgeordneten arbeiten. Sie sind als bei Frau Bär und Herrn Schmid angestellt, nicht etwa beim Bundestag, der Bundesrepublik (was dasselbe wäre) oder sonst jemandem ...

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