Deutsches Arbeitsrecht-Beleidigung eines Arbeitgebers auf Facebook

Ein deutsches Arbeitsgericht hat kürzlich eine interessante Entscheidung zu kritischen Äußerungen eines deutschen Arbeitnehmers in Bezug auf seinen Arbeitgeber auf Facebook verkündet.

Eine Person hat auf ihrem Profil im sozialen Netzwerk Facebook beleidigende Aussagen über den Arbeitgeber seiner Ehefrau gepostet. Die Seite war für 155 „Freunde“ einsehbar, darunter fielen Arbeitnehmer und Kunden des betroffenen Arbeitgebers. Die Arbeitnehmerin, die zwar nicht selbst diese beleidigenden Aussagen gepostet hatte, hat gleichwohl das „gefällt mir“-Button der Seite aktiviert.

Als der Arbeitgeber von der Seite und den dortigen Aktivitäten der Arbeitnehmerin Kenntnis erlangte, entschied er sich dazu, sie zu entlassen. Die Arbeitnehmerin erhob daraufhin Kündigungsschutzklage gegen den Arbeitgeber.

In der darauf folgenden Entscheidung vom 22.6.2012 entschied das Arbeitsgericht, dass das Verhalten der Arbeitnehmerin die Kündigung begründet, obwohl konkret nicht nachgewiesen werden konnte, dass die Arbeitnehmerin selbst das „gefällt mir“-Button angeklickt hatte.

Für das deutsche Arbeitsgericht genügt bereits das Klicken auf den Facebook „gefällt mir“-Button zur Begründung einer Beleidigung, welche eine Kündigung rechtfertigen kann. Durch die Aktivierung des „gefällt-mir“-Buttons macht sich damit für das Arbeitsgereicht die Person nach deutschem Arbeitsrecht eine auf Facebook gepostete Erklärung bzw. Beleidung zu Eigen.

Da sich überall in Europa und in der Welt Arbeitnehmer über ihr Arbeitsumfeld auf sozialen Netzwerken äußern, haben die französischen Arbeitsgerichte auch im französischen Arbeitsrecht auf dieses Phänomen reagiert.

Das Berufungsgericht Besançon sah beispielsweise in einer Entscheidung vom 15.11 ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK