Viel Wind, kein Output

Nunja, keiner für Sie. Die Parteien des Verfahrens, über das ich hier und dort zuvor berichtete haben ein Output. Sie haben sich geeinigt. Wie, das ist prima facie ihr Geheimnis. Denn das Gericht teilt dann mehr nicht mit. So findet Ihre angekitzelte Neugier, wie es ausging, keine Antwort. No Output für Sie. Als Leser, die Sie gerne wüssten, was dabei herauskam.

Vielleicht trösten Sie sich mit der Fantasie, dass auch die Richter des 8. Senats nach der vielen Arbeit an der Akte und dem Fall und bis kurz vor dem Termin zur mündlichen Verhandlung Wettwerfen AGG-Kommentar-Werfen veranstalten. Wenn fünf Minuten vor Sitzungsbeginn

(oder vielleicht sogar 10 Minuten danach, wenn die 8 Richter schon am Bleistift knabbern oder mit den Fingern trommeln auf dem Sitzungstisch?)

eine Justizmitarbeiterin in den Sitzungssaal tritt und den Richtern des Senats ein Fax vorlegen.

(Wann der dort eingign, weiss ich nicht – aber gestern morgens hatte der Termin noch in der Terminliste gestanden…….. )

Also, wir wissen es nicht, wann er einging, der Schriftsatz eines oder beider der Beteiligten mit der Mitteilung, dass man sich aussergerichtlich geeinigt habe und der Termin daher aufgehoben werden könne. Vielleicht guggt in solche einem Moment dann der eine oder andere aus dem Senat vom Fax zu seinen Kollegen und wieder auf das Fax und knurrt ein bisschen und dann guggen sie sich wieder an und 8 Richterseelen, 1 Gedanke. Ihre Hände greifen nach dem AGG- oder einem anderen, am besten noch bissi schwererem Kommentar und auf Kommando der Protokollführer/In ” 1…..2……3….!” werfen sie diese im Weitwurf Richtung Wand. Sozusagen die höchstrichterliche, arbeitsgerichtliche Version des Pfennigfuchsens.

Dieses Spiel passt in manchen Fällen besonders gut, die durch drei Instanzen gejagt werden, um Geld aus dem AGG zu zuzeln und manchen Richter bis dahin ziemlich fuchsen ...

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