“Tränen lügen nicht”

So heißt nicht nur ein Lied des bekannten Schlagersängers Michael Bornholm, auch viel RichterInnen und StaatsanwältInnen scheinen diese Weisheit sehr ernst zu nehmen.

Zuletzt war es der Fall des Horst Arnold, der der breiten Öffentlichkeit bekannt wurde. Er sollte eine damalige Kollegin im Lehrerzimmer vergewaltigt haben. Ende der 90er Jahre war es Harry Wörz, dessen Unschuld erst nach seiner Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung an seiner Ehefrau erwiesen wurde. Momentan beschäftigt sich ein Untersuchungsausschuss des bayerischen Landtages mit dem Fall Mollath. Der Nürnberger Reifenhändler wurde von seiner Ehefrau beschuldigt sie gewürgt zu haben und in der Folge sogar für fünf Jahre in eine geschlossene psychiatrische Anstalt eingewiesen. Auch die Rechtmäßigkeit dieser Maßnahme wird nun also angezweifelt. Der wahrscheinlich prominenteste Fall in dieser Aufzählung ist wohl die “Causa Kachelmann”, auch hier kam es zu schwersten Anschuldigungen, deren Konsequenz mehrere Jahre in einer JVA nach sich ziehen hätten können.

Was fällt nun in der Zusammenschau dieser Fälle auf? In jedem der Sachverhalte geht es um einen Mann der von einer im nahe stehenden Frau einer Körperverletzung oder der Vergewaltigung beziehungsweise beider Delikte zugleich bezichtigt wird. Abgesehen vom Fall Kachelmann, haben die ermittelnden Beamten, der zuständige Staatsanwalt und der zuständige Richter diesen Frauen geglaubt. Die Fragen, die sich nun stellen sind erstens “Warum wurde ihnen geglaubt!” und zweitens “Warum tun diese Frauen so etwas grausames?” Die Frage der Glaubhaftigkeit solcher Personen lässt sich vielleicht vor allem dadurch erklären, das Frauen bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts allgemeingültig für das schwächere Geschlecht gehalten wurden ...

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