Fünf Jahre Haft wegen erfundener Vergewaltigung: Das vermeintliche Opfer als wahre Täterin

“Ein Mann wird zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Er ist Lehrer; eine Kollegin hat ihn angezeigt, weil er sie vergewaltigt habe. Am helllichten Tag, in einer Unterrichtspause, in der Schule, in der beide unterrichten.”

Wenn es um den Vorwurf einer Vergewaltigung geht und bei Fehlen anderer Zeugen oder Indizien Aussage gegen Aussage steht, wird es schwierig. Entweder lügt der Beschuldigte oder das vermeintliche Opfer; in seltenen Fällen kann die Wahrheit auch in der Mitte liegen, d.h. kein Einverständnis des Opfers mit den sexuellen Handlungen, was aber nicht deutlich genug zum Ausdruck gebracht wird und daher zu einem Irrtum beim Beschuldigten führt. Ausgeschlossen ist keineswegs, dass ein Vergewaltigungsvorwurf als Rachezug oder als Komplott inszeniert wird. Ebenso möglich ist aber, dass das wahre Opfer durch die auf das Erzeugen von (angeblichen) Widersprüchen fixierte Prozessführung der Verteidigung oder aber durch Ermittlungspannen in eine derart schwierige Situation geführt wird, dass der Beschuldigte letztlich freigesprochen und das Opfer als rachsüchtige/r Lügner/in dargestellt wird.

Der hier geschilderte Fall gehört wohl eindeutig zur Gruppe der Falschverdächtigung:

“Es war der 28. August 2001, sie war gerade seit drei Wochen an ihrer neuen Schule, der Georg-August-Zinn-Schule in Reichelsheim. Sie befand sich in einem Vorbereitungsraum für Biologie, sie bereitete ein Experiment mit Erbsen vor. Dann sei Arnold hereingekommen, sie habe als Erstes seinen Alkoholgeruch wahrgenommen.

Er habe sie mit dem ganzen Körper gegen den Tresen gedrückt, ihr den Mund zugehalten, sie in den Rücken geboxt, ihr den Wickelrock hoch- und den Slip zur Seite gezogen und sie anal vergewaltigt. Dann habe er sie umgedreht, habe versucht, auch vaginal in sie einzudringen, aber das sei ihm nicht gelungen ...

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