Besichtigungen durch den Vermieter – ja, nein, vielleicht?

Mietrecht, Wirtschaftsrecht, Zivilrecht

Besichtigungen durch den Vermieter.

Bisweilen beabsichtigen Vermieter beim Mieter einfach mal so vorbeizuschauen. Das ist alles kein Problem, wenn der Mieter den Vermieter in die Wohnung bittet. Es gibt tatsächlich eine große Anzahl von (insbesondere bei privaten Kleinvermietern) gut funktionierenden Mietverhältnissen in denen sich nicht bis „auf die Knochen“ gestritten wird, sondern eine Atmosphäre der Gegenseitigkeit herrscht. Dies ist kein Phänomen, sondern zumeist die Folge gegenseitiger Rücksichtnahme und Verständnisses der jeweils eigenen Rechte und Pflichten.

Problematisch sind die in Großstädten häufig anzutreffenden „anonymen Mietverhältnisse“. Man kennt seinen Vermieter beziehungsweise die Vertreter (Vorstandsmitglieder, Geschäftsführer, Prokuristen, Verwalter etc.) nicht persönlich. Teilweise haben die Mitarbeiter sehr viel zu tun und arbeiten an ihren persönlichen Belastungsgrenzen. Insbesondere wenn große Vermietergesellschaften und Immobilienmagnaten vermieten und eine gewisse Renditeabsicht beziehungsweise rentable Bewirtschaftung nicht von der Hand zu weisen ist, fehlt hier und da der persönliche Bezug und damit auch die Möglichkeit ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis aufbauen zu können.

Im Rahmen der skizzierten „Mietverhältnisse mit Herrn X“, fällt es dem Mieter natürlich nicht leicht, diesen Fremden oder seine unbekannten Gehilfen in die privaten Gemächer zu bitten. „My home is my castle“ denkt sich der eine und auch der andere Mieter. Und in die Burg wird nur nach Belieben des Burgherren der Eintritt gewährt. Der Zugang kann jedoch auch gegen den Willen des Mieters erstritten werden. Nicht beliebig aber aus gehörigem Anlass ...

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