Zündstoffe à la Bavaroise

In der Isarmetropole hält am Pasinger Bahnhof eine mögliche Bombe Menschen, Polizei und Spezialisten noch immer in Atem. Wer wie ich ungezählte Male seit Kindertagen dort über die Stellen gelaufen ist, an denen sie für Aufregung sorgt, kann sich darüber aufregen oder (wie ich) mit der Gelassenheit nehmen, die nicht die erste Fliegerbombe in München nun mal mit sich bringt: Wo viele runterkamen, liegen eben noch viele.

“Samma froh, dass ‘ ned hochganga is, ned friara, irgendwann. Hoffmamal, dass ois guat geht, wenn’s entschärft werd. Sonst macht’s halt gscheit PFFFUMMM.’” *)

Echte Münchner nehmen’s mit der Gelassenheit eines guten, echten Freundes in stürmischen Zeiten. Mit der Gelassenheit, die jene haben, die wissen, dass München auch schon manches mehr überstanden hat, was nicht kontrolliert entschärft werden konnte und für Zündstoff sorgte. Nur Zuagroaste und Fake-Münchner regen sich künstlich mehr auf, als es der Sache irgendwie dienlich ist.

Zumal Pasing und der Bahnhof schon mehr als einmal Bauarbeiten erlebte.

Etwas kontrolliert hochgehen zu lassen oder zu entschärfen ist immer schon mal der mildere, der weniger riskante, der weniger gefährliche Weg, der milderen Schaden erhoffen lassen kann. Als der Zündstoff, der völlig unversehens hochgeht, während man nichtsahnend auf der Tonne sitzt, mit Pulver drin und einem, der an der Lunte mit dem Zündhölzl steht.

Das hat nicht wenig Parallelen mit einem Thema, das Lemminge lieben. Die dieser Tage Zeitung lesen, fernsehen oder in Foren, Social media und sonst öffentlich dasselbe genüsslich senstationslüstern abfieseln, wo noch wenig Fleisch an den Knochen für die Meute ist. Zu wenig, um mit genug Fakten überhaupt viel und das wirklich fundiert bewerten zu können ...

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