Keine Vaterschaftsfeststellung durch dubioses Privatgutachten

Ein Vaterschaftsfeststellungsantrag ist zurückzuweisen, wenn das eingeholte rechtsmedizinische Abstammungsgutachten zu einem anderen Ergebnis kommt und weder durchgreifenden Mängel in Bezug auf die Entnahme von Genmaterial noch bei der Auswertung des Materials festgestellt werden konnten. Daran ändert auch ein vom Antragsteller selbst in Auftrag gegebenes Gutachten über eine Vaterschaftsfeststellung nichts, wenn die Herkunft des dort untersuchten Genmaterials völlig unklar ist.

So hat das Oberlandesgericht Frankfurt in dem hier vorliegenden Fall über die Beschwerde einer Frau entschieden, mit der diese in zweiter Instanz die Feststellung begehrt hat, dass der bekannte Komponist und Sänger Udo Jürgens ihr Vater sei. Die 42-jährige Frau hatte behauptet, der Sänger sei ihr Vater, was sich jedoch durch ein von dem Amtsgericht eingeholtes rechtsmedizinisches Abstammungsgutachten nicht bestätigte und zur Zurückweisung ihres Antrags führte. Ihre Beschwerde stützte die Antragstellerin u.a ...

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