Sturz in der Raucherpause – Unfallversicherung zahlt nicht

Rauchen ist eine private Angelegenheit und hat keinen sachlichen Bezug zur Berufstätigkeit. Eine auf dem von und zur Raucherpause zum Arbeitsplatz erlittene Verletzung ist deshalb nicht von der Berufsunfallversicherung abgedeckt.

Rauchen gehört zum unversicherten persönlichen Lebensbereich und hat keinen sachlichen Bezug zur Berufstätigkeit. Wer seine Arbeitszeit deswegen unterbricht, steht während der gesamten Pause nicht mehr unter dem gesetzlichen Unfallversicherungsschutz. Zur unversicherten Zeit zählt nicht nur die Raucherpause selbst, sondern auch der Weg vom Arbeitsplatz zur Raucherstelle und zurück. Das entschied das Sozialgericht Berlin am 23.01.2013 (S68 U 577/12).

Rechtsanwältin Sandra Deller

In dem hier zu entscheidenden Fall hatte eine 46-jährige Pflegehelferin geklagt, die auf dem Rückweg von der Raucherpause mit dem Hausmeister zusammenstieß. Der verschüttete dabei einen Eimer Wasser. Auf dem nassen Boden rutschte die Klägerin aus und brach sich den rechten Arm. Die beklagte gesetzliche Unfallversicherung lehnte eine Übernahme der Kosten ab.

Das Sozialgericht wies die Klage ab ...

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