Recht kurios: Kunde muss Strom für den Betrieb einer Cannabisplantage nachzahlen

(LEXEGESE) - Ein Kunde, der nach der Manipulation von Messeinrichtungen unerlaubt Strom zum Betrieb einer Cannabisplantage entnommen hat, hat für den Stromverbrauch nach einer Schätzung des Stromversorgers über 50.000 € nachzuzahlen. Das hat der 19. Zivilsenat des OLG Hamm am 7. Dezember 2012 entschieden und damit das erstinstanzliche Urteil des LG Essen im Wesentlichen bestätigt (Az. 19 U 69/11). I. Sachverhalt Das klagende Energieversorgungsunternehmen aus Essen verlangt vom 30 Jahre alten Beklagten aus Gelsenkirchen ca. 50.000 € für Stromlieferungen. Im Rahmen der Grundversorgung versorgte die Klägerin den Beklagten seit Juli 2007 mit Strom für eine Mietwohnung in Gelsenkirchen. Unter Umgehung der Zähleinrichtungen entnahm der Beklagte Strom für den Betrieb einer Cannabisplantage. Diese wurde im August 2009 von der Polizei entdeckt. Gem. § 18 Stromgrundversorgungsverordnung (StromGVV) schätzte die Klägerin den illegalen Stromverbrauch und stellte dem Beklagten für den Zeitraum von Juli 2007 bis August 2009 über 53.000 € in Rechnung ...Zum vollständigen Artikel


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