Der Faustschlag im Strafverfahren wegen Körperverletzung

Ob ein Faustschlag eine gefährliche Körperverletzung im Sinne des § 224 Abs. 1 Nr. 5 StGB ist, bemisst sich an dem individuellen Fall.

Wegen gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit versuchter Nötigung, versuchter gefährlicher Körperverletzung, vorsätzlicher Körperverletzung und versuchter Nötigung zum Nachteil seiner Stieftochter wurde ein Angeklagter vom Landgericht Gera strafrechtlich verurteilt.

Nachdem die 16-Jährige sich weigerte, ihr Handy herauszugeben, soll der Angeklagte sie so heftig ins Gesicht geschlagen haben, dass sie mit dem Kopf gegen den Bettrahmen stieß. Als das Mädchen sich anschließend waschen wollte, soll der Angeklagte sie erneut so stark gegen den Kopf geschlagen haben, dass sie kurzzeitig das Bewusstsein verlor. Später brach die Stieftochter in der Schule zusammen und musste ärztlich versorgt werden.

Die Strafverteidigung legte Revision gegen das Urteil ein. Der Anwalt des Angeklagten bezweifelt, dass es sich tatsächlich um eine gefährliche Körperverletzung handelte. Das Landgericht nahm § 224 Abs. 1 Nr. 5 StGB an, also eine Körperverletzung mittels einer dem Leben gefährdenden Behandlung ...

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