Plädoyer für einen Energie-Flexscore

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Zahlen sind praktisch. Zum Beispiel ermöglichen sie uns ein Gefühl für Mengen und Größen, ohne dass wir die Dinge sehen, fühlen oder wiegen müssen. Sie erleichtern uns auch die Kommunikation, denn eine Aussage wie „Er ist 1,83 Meter groß“, ist leichter mitzuteilen (und deutlich präziser!) als „Er war etwas größer als Jürgen, aber kleiner als der Türrahmen, ich würde sagen, er war ungefähr eine Handbreit größer als ich …“. Im Laufe der Jahrtausende hat der Mensch gelernt, vieles zu messen und mit Zahlen zu versehen. Selbst Psychologen und Soziologen forschen vielfach quantitativ. Zahlen ermöglichen uns zu vergleichen – damit aber auch zu bewerten und zu priorisieren. Ein Abiturdurchschnitt von 1,5 ist besser als einer von 2,9. Und wenn es nur beschränkte Studienplätze gibt, darf sich die Abiturientin mit 1,5 bessere Hoffnungen machen als ihre Mitschülerin mit 2,9.

Einige wichtige Dinge lassen sich indessen immer noch nicht messen oder gar in Zahlen zusammenfassen. Dies betrifft zum Beispiel die Flexibilitätsleistungen in der Energiewirtschaft. Dabei handelt es sich um eine Schlüsselgröße der Zukunft: Je mehr die Wirklichkeit von volatiler Stromerzeugung geprägt ist, desto mehr Bedeutung gewinnt die Flexibilität als „Gegengewicht“ zur Volatilität.

Technisch gesehen können verschiedendste Anlagen und Einrichtungen dem System Flexibilität bereitstellen: Regelbare Stromerzeuger wie Gas-Kraftwerke gehören ebenso dazu wie Speicher, intelligente Netze oder steuerbare Lasten auf der Abnehmerseite. Energiewirtschaftlich gesehen fragt das System Flexibilität über verschiedendste Mechanismen ab: Regelenergie, Großmarktpreisbildung, die Verordnung über Vereinbarung zu abschaltbaren Lasten (AbLaV) oder letztlich auch Zwangsabschaltungen von Erzeugern und Abnehmern.

Einen einheitlichen Zahlenwert für die Flexibilität gibt es hingegen nicht ...

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