Was tun bei Mietschulden ?

Mietrückstände sind für den Schuldner besonders gefährlich, da diese zur Kündigung der Wohnung und einer (teuren) Räumungsklage führen können. Die Kündigung der Wohnung zieht in der Regel noch einen ganzen Rattenschwanz von anderen Problemen nach sich. Zunächst muss eine andere Wohnung gefunden werden, die Kinder müssen durch den Umzug oftmals die Schule wechseln, die Vermittlungschancen für einen neuen Job verschlechtern sich, Beziehungen zum alten Umfeld werden auseinandergerissen und nicht zuletzt leidet das eigene Selbstwertgefühl.

Die allgemein verbreitete Ansicht, dass eine fristlose Kündigung erst dann droht, wenn zwei oder gar drei Monatsmieten nicht bezahlt worden ist falsch!

Vielmehr gilt:

der Mieter hat zwei mal aufeinander folgend die Miete nicht rechtzeitig gezahlt und ist insgesamt mit mindestens einer Miete in Verzug §§ 543 Abs. 2 Nr.3a, 569 Abs.3 BGB (Bsp.: Miete für Januar und Februar nicht bezahlt) der Mieter ist länger als zwei Monate insgesamt mit einem Betrag in Verzug, der gleich oder mehr als zwei Monatsmieten ist §§ 543 Abs. 2 Nr.3a BGB. (Bsp.: über sechs Monate jeden Monat 50,00 EUR Miete zu wenig gezahlt. Miete beträgt 300,00 EUR) Der zweite Fall tritt gerne bei einer unberechtigten Mietminderung ein.

Der Vermieter kann den Mieter allerdings nicht einfach vor die Türe setzen, sondern muss zuvor auf Räumung klagen. Die Gerichts- und Anwaltskosten sind bedingt durch den relativ hohen Streitwert nicht ganz unerheblich. Die Kosten muss im Fall der Verurteilung der Mieter tragen ...

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