Mal wieder "Spaß" mit der VKH

Zu unseren rechtsstaatlichen Errungenschaften zählen zweifellos die Instrumente der Beratungshilfe und der Prozesskostenhilfe, die sich in Familiensachen Verfahrenskostenhilfe nennt, kurz VKH. Denn hierdurch wird auch den finanziell minder Bemittelten Zugang zu Rechtsberatung und den staatlichen Gerichten ermöglicht. Ich will diese Einrichtungen daher auch ganz und gar nicht herabwürdigen. Doch was der rechtsuchende Mandant zur Kenntnis nimmt, sind die Tatsachen, dass dem bearbeitenden Rechtsanwalt von der Staatskasse nur geringere Gebühren erstattet werden und dass der Aufwand, dem Mandanten zu seiner stattlichen staatlichen Unterstützungsleistung zu verhelfen, oft größer ist, als der Einsatz, den der Rechtsanwalts in der Hauptsache zu erbringen hat. Vielleicht können manche Leser nun verstehen, warum der Rechtsanwalt, dem freudestrahlend ein Beratungshilfeschein oder ein VKH-Antrag entgegen gereicht wird, diese Freude nicht so ganz teilen kann. Mitunter kann man auch an den Gerichten verzweifeln. Gerade liegt mir ein Beschluss eines Amtsgerichts vor, mit welchem die begehrte VKH abgelehnt wird. Das gehört sicher zum täglichen Brot eines Familienrechtlers. Ärgerlich ist nur, dass der Antrag bereits Ende Februar gestellt worden war, während der Termin der Kindschaftssache erst Mitte April stattfand. An sich sollte über Verfahrenskostenhilfeanträge zeitnah entschieden werden; dieser wurde erst nach der mündlichen Verhandlung, in der auch noch eine -weitere Kosten auslösende- Einigung erzielt werden konnte, beschieden ...Zum vollständigen Artikel

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