LAG Hamm zur Anfechtung eines Prozessvergleichs

Der Kläger macht Lohnansprüche geltend. Seiner Auffassung nach hat die Beklagte ihm zu wenig Arbeitsentgelt gezahlt. In erster Instanz obsiegt er. Die Beklagte legt Berufung zum LAG Hamm ein. In der mündlichen Verhandlung unterbreitet das Berufungsgericht einen Vergleichsvorschlag: Der Tariflohn betrage für eine 35-Stunden-Woche rund 2.900 Euro. Da der Kläger in dem (nicht tarifgebundenen) Betrieb der Beklagten 40 Wochenstunden arbeitet und zudem anteilig Urlaubs- und Weihnachtsgeld beanspruchen kann, solle die Beklagte ihm 18.000 Euro nachzahlen. Sein Monatsentgelt solle sich künftig auf 3.500 Euro belaufen. Kläger und Beklagte nehmen den Vergleichsvorschlag an.

Schon am nächsten Tag erklärt der Kläger gegenüber dem Gericht die Anfechtung des Vergleichs: Er habe zu Hause nachgerechnet ...

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